Wie entstehen Träume?

Unser Verständnis wie Träume entstehen, verändert sich laufend.

Sowohl die alten Ägypter als auch die Griechen hatten ähnliche Auffassungen, wie Träume entstehen. Ihrer Meinung nach handelte es sich bei Träumen, um Botschaften die von den Göttern an uns gesandt wurden.

Aristoteles hingegen hatte wie so oft eine ganz andere Vorstellung. Er ging davon aus, dass Träume keineswegs Gottesbotschaften seien, sondern ihren Ursprung in den Ereignissen haben, die wir tagtäglich erleben, während wir wach sind.

Wer der Sache dann noch näher kam, war Sigmund Freud. In seinem 1899 erschienenem Buch: „Die Traumdeutung“ schrieb er, dass Träume zweifelsohne im Gehirn des träumenden entstehen. Heute klingt das offensichtlich. Für damalige Verhältnisse war es das jedoch ganz und gar nicht.

Unerfüllte Wünsche?

Freud glaubte außerdem, dass Träume unerfüllte Wünsche darstellen. So gab es seiner ansicht nach den sogenannten „latenten Trauminhalt“. Dieser sollte den verborgenen Sinn des Traumes darstellen, welcher in der Regel zu intensiv und schockierend für die träumende Person war.

Durch eine Art Verschlüsselungmechanismus des Gehirns, der sogenannten „Traumarbeit“, sollten aus diesen latenten Trauminhalten dann „manifeste Trauminhalte“ gemacht werden. Manifeste Trauminhalte sind die, an die man sich nach erwachen erinnern kann.

Freuds Auffassung nach werden Gedanken also aus dem Unterbewussten verschlüsselt und dann ins Bewusstsein geholt. Die Mechanismen, über die das geschieht nennt man „Verzerrung“, „Symbolisierung“ und „Verbildlichung“.

Gegen Bezahlung bot Freud an, Träume von anderen Menschen wieder zu entschlüsseln. Er nutzte hierzu die Mechanismen, die zuerst zur Verschlüsselung verwendet wurde.