Wie du schnell und effektiv luzides Träumen lernen kannst.

luzides träumen lernen
Wie Virtual Reality ohne Brille – und 100-mal so realistisch

Es ist ein wunderschöner Sommertag. Ich sitze über-glücklich auf dem Schulhof und unterhalte mich angeregt mit ein paar meiner Lieblings-Pokémon. Auf einmal merke ich, dass irgendetwas nicht stimmt.

Jetzt wache ich auf und merke, dass das nur ein Traum war (für einen damals noch 8-Jährigen, ein ziemlich cooler Traum). Jedenfalls bin ich immer noch ziemlich müde. Ich grinse kurz über meinen verrückten Traum. Dann fallen mir die Augen zu und ich schlafe wieder ein… Da bin plötzlich ich wieder. Zurück auf dem Schulhof. Zusammen mit den Pokémon. Und mit dem großen Unterschied, dass ich jetzt weiß, dass ich gerade träume. Leider wache ich kurze Zeit später auch schon wieder auf.

Dennoch erinnere ich mich noch, dass ich den ganzen Tag lang sehr glücklich über dieses Erlebnis war. Bis dahin wusste ich noch gar nichts von luziden träumen. Erst Jahre später in meinen späten Teenager-Jahren hörte ich zum ersten Mal den Begriff „Klarträumen“.

Mich beeindruckte der Gedanke daran, die eigenen Träume steuern zu können so sehr, dass ich mir mehrere Bücher über Klarträumen gekauft kaufte und eifrig alle Tipps ausprobierte. Mittlerweile sind über 5 Jahre vergangen und ich hatte hunderte luzide Träume.

Ich hoffe mit dieser Klartraum-Anleitung anderen dabei zu helfen, luzides träumen zu lernen.

#1 Mach dir bewusst, warum du luzides Träumen lernen willst

Nimm dir ein wenig Zeit und male dir ganz genau aus wie so ein luzider Traum von dir aussehen könnte. Was würdest du gerne tun und warum?

Hättest du gerne Superkräfte? Wenn ja welche?

Willst du mit deinem Unterbewussten reden?

Oder möchtest du dich persönlich weiterentwickeln? Zum Beispiel Lampenfieber überwinden oder im Schlaf meditieren.

Du könntest aber auch eine Fantasiereise in eine ferne Welt unternehmen oder deiner Kreativität freien Lauf lassen, während du ein sehr außergewöhnliches Kunstmal errichtest.

Schreibe dir dein Ziel auf einem Blatt Papier auf und hänge es neben oder über dein Bett. Am besten ist es, wenn du es vor dem Schlafen gehen nochmal anschaust und auch beim Einschlafen daran denkst.

#2 Führe ein Traumtagebuch

Ein Traumtagebuch hilft dir dabei, dein Traumgedächtnis zu stärken. Es ist essenziell für jeden, der luzides träumen lernen möchte.

Gerade wenn du zu den Personen gehörst, die sich selten oder gar nicht an die eigenen Träume erinnert, wirst du um ein Traumtagebuch nicht rumkommen. Mir fiel es am Anfang auch schwer überhaupt irgendetwas aufzuschreiben. Aber selbst wenn ich keine Erinnerung hatte, habe ich sowas aufgeschrieben wie „leider keine Erinnerung“. Das half mir konsequent bei der Sache zu bleiben und die Gewohnheit aufzubauen. Außerdem wollte ich mich dann beim nächsten Mal umso mehr an meine Träume erinnern.

Irgendwann habe ich dann jede Nacht mindestens 3 verschiedene Träume gehabt, an die ich mich alle sehr gut und detailliert erinnern konnte.

Hier findest du eine Anleitung wie am besten dein Traumtagebuch führst.

#3 Erkenne deine Traumzeichen

Trage deine Träume nicht einfach so in dein Traumtagebuch und belasse es dabei. Schau immer mal wieder rein. Tauchen bestimmte Themen oder Personen immer wieder auf? Diese können Einblicke in die Art von Themen geben, auf die sich deine Psyche konzentriert. Wenn du also das nächste Mal mit diesen Themen oder Personen konfrontiert bist, frage dich, ob du nicht vielleicht träumst.

traumzeichen erkennen um luzides Träumen zu lernen

Ein Traumzeichen ist eine Person, ein Wesen oder ein Umstand, der regelmäßig im Traum eines Menschen auftritt. Traumzeichen sind normalerweise etwas Besonderes für eine Person und unterscheiden sich in ihrer Art stark von Mensch zu Mensch.

Je mehr du dich deiner Traumzeichen bewusst machst, desto schneller wirst du in der Lage sein zu erkennen, wann du gerade träumst. Das ist die Grundlage, wenn du luzides Träumen lernen willst.

#4 Mache Realitäts-checks

Träumst du gerade? Bist du wach? Wie kannst du sicher gehen?

Die Beantwortung dieser Fragen ist grundlegend für das luzide Träumen. Ein Weg, um festzustellen, ob man träumt oder nicht, ist die Verwendung von Realitäts-checks.

Ein Beispiel für einen Realitätscheck ist der Versuch, den Finger durch die Handfläche zu stecken. Wenn dies gelingt, träumst du.

Der schwierigste Teil ist oft, sich daran zu erinnern, sie durchzuführen. Deshalb solltest du im wirklichen Leben Realitäts-checks durchführen, auch wenn es ganz klar ist, dass du nicht träumst.

Das Ausnutzen einer universellen Inkonsistenz zwischen der realen Welt und der Traumwelt ist die Grundlage der meisten Realitäts-checks. In Träumen sind diese Inkonsistenzen in der Regel allgegenwärtig und daher leicht zu erkennen. Im realen Leben ist es z.B. möglich zu lesen, während es im Traum extrem schwierig, wenn überhaupt möglich ist. Dies kann als Grundlage für einen Realitätscheck herangezogen werden. Genauso ist es im realen Leben nicht möglich, den Finger durch die andere Handfläche zu führen, während dies im Traum zumindest theoretisch möglich ist. Dies ist also auch die Grundlage eines beliebten Realitätschecks.

Andere Realitäts-checks, die sich gut eignen, sind der Versuch, durch die Nase zu atmen und sie gleichzeitig mit den Fingern zu verschließen, die Anzahl der Finger an der Hand zu zählen und so hoch wie möglich zu springen.

Schließlich sind Realitäts-checks am effektivsten, wenn sie mit Traumzeichen kombiniert werden. Wenn du ständig von Kühen träumst, solltest jedes Mal einen Realitäts-check machen, wenn Sie eine Kuh siehst, und es zur Gewohnheit machen zu hinterfragen, ob du gerade träumst.

Wenn du luzides Träumen lernen willst, dann mache diese 4 Punkte zur Gewohnheit. Das wird langfristig, dazu führen, dass du immer häufiger erkennst, wenn du gerade träumst.


Luzides träumen lernen in einer Nacht.

Wenn du unbedingt noch heute Nacht luzide träumen willst, gibt es auch eine weitere Möglichkeit.

Um noch heute Nacht luzide zu träumen, solltest du deinen Körper, deinen Geist und dein Schlafzimmer so gut wie möglich darauf vorbereiten. Stelle dann deinen Wecker so ein, dass er nach 6 Stunden losgeht. Wenn er losgeht, wachst du auf und schläfst dann mit der Absicht, luzide zu träumen, wieder ein und hältst deine Muskeln still, während du in einen schönen luziden Traum driftest.

Das sind zumindest die Grundlagen. Jetzt lass uns das noch weiter aufschlüsseln.

Hier ist, wie du mit hoher Wahrscheinlichkeit noch heute Nacht luzide träumen kannst:

  • Verbringe den Rest des Tages damit, über luzides Träumen nachzudenken.
  • Mache viele Realitäts-checks. Nimm dir dafür jedes Mal genug Zeit
  • Schalte alle Bildschirme eine Stunde vor dem Schlafengehen aus
  • Stelle deinen Wecker so, dass du genau 6 Stunden Schlaf bekommst
  • Wache mit geschlossenen Augen auf
  • Gehe zurück in den Schlaf mit der Absicht luzide zu Träumen

Der Trick bei dieser Technik ist, den Geist für ein paar Sekunden aufzuwecken. Am besten tut man das, wenn man sich gerade in einer REM-Phase befindet und sowieso gerade träumt, also ungefähr 6 Stunden nach dem Einschlafen.

Verbringe den Rest des Tages damit, über luzides Träumen zu lesen.

Für den Rest des Tages bis du ins Bett gehst, denke über luzides Träumen nach. Lies darüber, sprich mit deinen Freunden darüber, denke darüber nach, was du in deinem luziden Traum tun wirst.

Der Schlüssel ist, dass du dich auf das konzentrierst, was du im Traum tun willst.

Dadurch trainierst du dein Unterbewusstsein, über luzides Träumen zu denken. Für manche Menschen reicht der Gedanke daran, luzide zu sein, aus, um tatsächlich luzide zu werden. Das ist ein wirklich einfacher Hack, den du von nun an anwenden kannst.

Jede Nacht, wenn du ins Bett gehst, denke an luzides Träumen. Visualisiere dir außerdem, wie du luzide wirst, während du träumst.

Mache viele Realitäts-checks

Normalerweise solltest etwa 10 Mal am Tag Realitäts-checks durchführen, aber wenn du unbedingt heute Nacht luzide träumen willst, dann mache heute mindestens 25 dieser Realitäts-checks durch, bevor du ins Bett gehst.

Was du dabei beachten solltest, hast du ja bereits weiter oben im Artikel gelesen.

Schalte alle Bildschirme eine Stunde vor dem Schlafengehen aus

Kurz bevor du ins Bett gehst, schaue auf keinen Bildschirm mehr.

Klappe deinen Laptop zu, schalte den Fernseher aus und stell dein Handy auf lautlos (aber achte darauf, dass der Wecker noch funktioniert).

Dadurch wird es deinem Körper einfacher fallen genügend Schlaf-Hormone zu produzieren. Diese Schlaf-Hormone werden nämlich durch künstliches Licht gebremst. Viele Experten und Schlaf-Forscher sind der Meinung, dass das der Nummer 1. Tipp für gesunden Schlaf ist. Zudem ist er für jeden umsetzbar.

Stattdessen kannst du zum Beispiel Lesen oder ein Hörbuch hören.

Stelle deinen Wecker so, dass du genau 6 Stunden Schlaf bekommst

Egal zu welcher Zeit du eigentlich aufwachen würdest, stelle deinen Wecker etwa 2 Stunden vorher. Wenn du also normalerweise um 9 Uhr aufwachst, stelle den Wecker auf 7 Uhr.

Der Alarm sollte angenehm sein und dich nicht erschrecken, da du ja danach direkt wieder einschlafen sollst. Wähle also eine schöne Melodie und lege dein Handy direkt neben dich. Du musst den Alarm problemlos, ohne aus dem Bett steigen zu müssen und ohne die Augen zu öffnen, ausstellen können.

Wache mit geschlossenen Augen auf

Das hier ist der schwierige Teil. Wache mit dem Wecker auf, ohne die Augen zu öffnen. Das bedeutet, dass du deinen Geist aufweckst, aber deine Augen geschlossen hältst. Es macht nicht viel aus, wenn du deine Augen für eine Sekunde oder so öffnest, aber am besten funktioniert es, wenn du die Augen komplett geschlossen hältst. Das Ziel ist es sofort wieder einzuschlafen, wenn du den Wecker abgestellt hast.

Du bist also 2 stunden früher als sonst aufgewacht, hast deinen Wecker ausgeschaltet und liegst nun wach mit geschlossenen Augen da. Als Nächstes wirst du in deinem Geist „wach bleiben“, aber deinen Körper in den Schlaf driften lassen.
Für manche Menschen kann das beängstigend sein, wenn du es noch nie gemacht hast, denn du wirst die sogenannte „Schlafparalyse“ erleben, bei der dein Körper unfähig ist, sich zu bewegen, aber dein Geist wach und bewusst ist.
Du wirst spüren, wie dein Körper sich selbst abschaltet, während du in deinem Kopf bei Bewusstsein bist.
Keine Sorge, es ist nichts, wovor du Angst haben musst:

  • Es ist in keiner Weise gefährlich.
  • Auf diese Weise kannst du heute Nacht luzide träumen.
  • Wenn du das ein paar Mal gemacht hast, wird es Spaß machen und einfach sein! –
  • Es mag sich komisch und beängstigend anfühlen, aber entspanne dich einfach und versuche nicht, dich zu bewegen

Wie bereits gesagt, wirst du wach daliegen, aber dein Körper wird eingefroren sein.
Der Grund dafür ist, dass du deinen REM-Schlaf unterbrochen hast und dein Körper nun versucht, dich wieder in den Tiefschlaf zu versetzen. Der Schlüssel dazu ist, wach zu bleiben, während dies geschieht.
Du bleibst fokussiert und denkst, während dein Körper herunterfährt.

Das bringt dich direkt in einen Traum, der von Anfang an luzide ist.
Dein Geist schläft bei dieser Technik nämlich gar nicht erst ein.

Ich weiß, dass Schlafparalyse beängstigend wirken kann, aber ich verspreche dir, dass sie normal, harmlos und ein großer Teil des luziden Träumens ist. Tatsächlich solltest du sie erfreut willkommen heißen, denn sie bedeutet, dass du dem luziden Träumen einen Schritt näher bist, und du bist schon fast in einem luziden Traum!

Gehe zurück in den Schlaf mit der Absicht luzide zu Träumen

Du liegst also wie eingefroren da, die Augen geschlossen und der Geist hellwach.

An diesem Punkt bist du schon sehr nahe an einem luziden Traum. Entspanne dich jetzt und lass dich etwas treiben. Du driftest jetzt in die Traumwelt ab. Wahrscheinlich wirst du Farben, Formen, blinkende Landschaften und zufällige Menschen sehen. Es ist auch üblich Geräusche hören. Am Anfang werden das nur einzelne Schnipsel sein, die zufällig und ungeordnet aneinandergereiht sind.
Das ist normal und Teil des Prozesses.

Für manche Menschen kann dieser Prozess ein wenig unangenehm sein. Aber ich verspreche es dir. Es lohnt sich hier durchzugehen.

Die Traumschnipsel, die du wahrnimmst, werden immer länger. Schon bald wirst du dich umschauen und merken: „Wow ich bin im Traum“.

Es gibt jedoch Dinge, die du über luzides Träumen wissen solltest, besonders wenn es dein erstes Mal ist:

  • Sei nicht zu aufgeregt, ansonsten könntest du zu schnell aufwachen.
  • Entspanne dich und „leite“ den Traum, anstatt ihn zu kontrollieren.
    Erforsche ihn.
  • Genieße es! Nicht viele Menschen wissen, wie man luzide träumt, also genieße die Tatsache, dass du gerade deinen ersten luziden Traum hast!
Dieses Video gibt auch einen guten Überblick über diese Klartraum-Technik

Ich hoffe dir mit dieser Anleitung geholfen zu haben, sodass du die wunderschöne Welt der luziden Träume für dich entdeckst.